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In der Softwareentwicklung gibt es ein häufiges Problem: Während funktionale Anforderungen gut verstanden werden, scheitert es oft bei Qualitätsanforderungen. Aussagen wie “das System muss skalierbar sein” oder “hohe Verfügbarkeit ist wichtig” bleiben vage und führen zu Missverständnissen zwischen Business und IT. Hier setzt Quality Storming an – eine innovative Workshop-Methode, die Michael Plöd, Fellow bei der INNOQ, entwickelt hat.

Was ist Quality Storming?

Quality Storming ist eine Methode der kollaborativen Modellierung, die verschiedenste Stakeholder eines Softwareprojekts zusammenbringt. Das Ziel: gemeinsam über Qualitätsanforderungen diskutieren und ein einheitliches Verständnis entwickeln. Die Motivation dahinter ist einfach: Plöd beobachtete wiederholt, dass Softwarearchitekt:innen unzureichende oder zu vage formulierte Qualitätsanforderungen erhalten – was zu teuren Architekturentscheidungen auf Basis von Annahmen führt.

Die Methode folgt dabei einem klaren, fünfphasigen Prozess:

Der Workshop-Ablauf

Vorbereitung: Zunächst müssen die richtigen Stakeholder identifiziert werden – idealerweise 16 bis 24 Personen aus verschiedenen Bereichen: Entwicklung, Operations, Fachbereich und Management. Ein Qualitätsmodell wie ISO 25010 dient als Strukturierungshilfe. Wichtig ist: Die Einstiegshürde muss niedrig sein.

Broad Collection: In heterogenen Kleingruppen sammeln die Teilnehmer zu jedem Qualitätsmerkmal mögliche Szenarien. Jede Gruppe rotiert durch die verschiedenen Moderationswände. Diese Phase ermöglicht gegenseitiges Lernen und verhindert Silodenken.

Consolidation: Nach einer Pause werden widersprüchliche oder doppelte Anforderungen geklärt. Die Gruppen treffen Entscheidungsvorschläge – nicht perfekt, aber substantiell besser als vorher.

Priorisierung: Mit Dot Voting kennzeichnen die Teilnehmer die wichtigsten Anforderungen. Dies hilft später bei der Navigation von Trade-offs in der Architekturarbeit.

Ausblick: Die Abschlussphase dient dazu, die gemeinsam erarbeiteten und stakeholderübergreifend abgestimmten Anforderungen noch einmal zusammenzufassen und den positiven Verlauf des Workshops hervorzuheben. Zudem wird ein Ausblick gegeben, wie mit den Ergebnissen weitergearbeitet wird.

Warum dieser Ansatz funktioniert

Der zentrale Erfolgsfaktor ist die gemeinsame Sensibilisierung. Wenn eine Fachperson fordert „99,99999% Verfügbarkeit”, verstehen IT-Experten sofort die Kostenimplikationen. Umgekehrt lernen Fachexperten, warum bestimmte Anforderungen architektonische Konsequenzen haben. Diese gegenseitige Verständigung ist wertvoll – ähnlich wie bei Event Storming oder Domain Storytelling.

Die Methode passt gut in agile Kontexte, da sie regelmäßig wiederholt und angepasst werden kann. Besonders bei langlebigen Systemen macht es Sinn, die Anforderungen regelmäßig zu hinterfragen und anzupassen.

Fazit

Quality Storming bietet keine perfekten Lösungen, sondern eine pragmatische Methode, um Qualitätsanforderungen substanziell zu verbessern. Die kollaborative Modellierung schafft gemeinsames Verständnis, senkt Missverständnisse und trägt zu besseren Architekturentscheidungen bei. Besonders für komplexere Projekte, wo Qualitätsanforderungen erhebliche Kostentreiber sind, lohnt sich diese Investition – denn sie spart später teure Fehlentscheidungen.