Der nachfolgende Text wurden mit KI erstellt und kann Fehler enthalten. Fehler gefunden? Bei GitHub editieren

Digitale Souveränität: Wie Europa unabhängig von US-Cloud-Anbietern wird

Die digitale Souveränität ist für Europa ein immer wichtigeres Thema. In einer Zeit, in der kritische Infrastrukturen und Daten zunehmend in den USA gehostet werden, stellt sich die Frage: Wie können wir unsere digitale Unabhängigkeit bewahren? Hendrik Evers von Open Elements und Lukas Dom, Principal Consultant bei StrikeLab, geben spannende Einblicke in diese komplexe Thematik.

Warum ist digitale Souveränität mehr als nur Open Source?

Viele Menschen denken, dass digitale Souveränität gleichbedeutend mit Open Source ist. Das ist jedoch ein Irrglaube. Souveränität umfasst viele Aspekte: Open Source, Open Data, Interoperabilität und vor allem Portabilität. Die Fähigkeit, den Anbieter zu wechseln, ist entscheidend. Wenn Sie beispielsweise bei Nextcloud hosten und wechseln möchten, ist das deutlich einfacher als ein Umzug von Microsoft 365 zu Nextcloud.

Open Source spielt dennoch eine wichtige Rolle, da es Audits ermöglicht. Sie können in den Quellcode schauen, überprüfen, ob Datengräber vorhanden sind, und die Sicherheit bewerten. Besonders kritisch ist dies bei Datenbanken – proprietäre Lösungen von AWS sind problematisch, da eine Datenmigration extrem schwierig sein kann.

Open Governance und Finanzierung als Fundament

Ein großer Teil der Lösung liegt in der Finanzierung von Open-Source-Projekten. Die Linux Foundation und Eclipse Foundation zeigen, wie es funktioniert: Durch sogenannte strategische Mitgliedschaften können Firmen Sitze in Arbeitsgruppen erwerben. Dies ermöglicht Mitsprache, ohne dass eigene Entwickler notwendig sind. Diese Modelle sind legitim, denn sie finanzieren kritische Infrastruktur wie die Bereitstellung von Java-Binaries für verschiedene Plattformen.

Zendes und Opendesk: Konkrete Lösungen für deutsche Behörden

Ein vielversprechender Schritt ist das Zendes-Projekt der Bundesregierung, das Behörden und Unternehmen bei der Migration zu Open-Source-Lösungen unterstützt. Opendesk kuratiert die besten Open-Source-Tools für Collaboration und Zusammenarbeit. Zusätzlich wird an containers.gov.de gearbeitet – gehärtete Basis-Images für öffentliche Institutionen, die unabhängig von Microsoft funktionieren.

Dies ist crucial: Wenn die Bundesregierung in kritischen Situationen (etwa durch Sanktionen) von US-Software abgeschnitten würde, hätte dies erhebliche Konsequenzen. Open-Source-Alternativen bieten ein Sicherheitsnetz.

Cloud-Migration: Der Weg aus AWS ist günstiger als gedacht

Ein überraschendes Ergebnis: Bei der Migration vom Cloud-Anbieter AWS zu Hetzner spart man 85% der Kosten ein – selbst bei erhöhten Kapazitäten. Das liegt daran, dass AWS durch Egress-Kosten (Kosten für Datenauswärts) künstlich teuer ist.

Das größte Missverständnis: Dynamisches Auto-Scaling ist für die meisten Unternehmen nicht notwendig. Oft sind Lasten vorhersehbar (Weihnachtsgeschäft, Sommersaison). Statt komplexer Kubernetes-Setups kann ein einfacheres Manual-Scaling ausreichen.

Konkrete nächste Schritte

Der wichtigste Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Welche Services nutzen Sie? Wo liegen diese? Wie abhängig sind Sie wirklich? Software Bill of Materials (S-Bombs) helfen dabei. Danach sollten Sie analysieren, wo Sie Dinge vereinfachen können – oft aus historischen Gründen komplexer als notwendig.

Fazit

Digitale Souveränität ist kein All-oder-Nichts-Projekt. Der Elefant wird in Scheiben gegessen. Der Schlüssel liegt darin, schrittweise zu handeln: Beginnen Sie mit einer ehrlichen Analyse, verstehen Sie Ihre Abhängigkeiten, und starten Sie kleine Piloten mit europäischen Lösungen. Open-Source-Projekte müssen gezielt finanziert werden, und Initiativen wie Zendes zeigen, dass Deutschland und Europa hier aktiv werden. Die Zeit zum Handeln ist jetzt – bevor kritische Entscheidungen für die nächsten zehn Jahre getroffen werden.