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Wichtige Keytakeaways
- Agile Dokumentation priorisiert Relevanz über Vollständigkeit und vermeidet unnötige, veraltete Inhalte durch schlank gehaltene, zielgruppenorientierte Dokumentation.
- Die Definition of Done sollte Dokumentation als gleichberechtigten Bestandteil neben funktionierendem Code enthalten, um technische Schulden durch aufgestaute Vernachlässigung der Dokumentation zu vermeiden.
- Dokumentation ist kein Selbstzweck, sondern muss kontinuierlich in den Entwicklungsprozess integriert werden und nicht als separater Sprint am Ende durchgeführt werden.
- Zielgruppenorientierung ist das A und O: verschiedene Stakeholder (Entwickler:innen, Projektleitung, Anwender:innen) benötigen unterschiedliche Dokumentationsarten und Darstellungsformen.
- Automatisierung von Dokumentation durch Tooling wie Docs-as-Code und das C4-Modelle reduziert Wartungsaufwand erheblich.
- Eine starke Dokumentationskultur mit Bewusstsein für den tatsächlichen Nutzen ist Voraussetzung für erfolgreiche agile Dokumentation.
Behandelte Kernfragen
- Wie unterscheidet sich agile Dokumentation von traditioneller Dokumentation?
- Warum dokumentieren Entwickler:innen ungern und wie kann man ihre Motivation erhöhen?
- Welche Dokumentationsarten sind notwendig und für welche Zielgruppen?
- Wie wird Dokumentation erfolgreich in den agilen Entwicklungsprozess integriert?
- Welche Rolle spielen Automatisierung und Tooling bei schlanker, wartbarer Dokumentation?
- Wie verhindert man, dass sich Dokumentationsaufgaben ansammeln und Dokumentations-Sprints nötig werden?
- Können KI-Systeme Dokumentation vollständig übernehmen oder bleibt menschliche Expertise unverzichtbar?
- Welchen Mehrwert bietet der C4-Ansatz für die Strukturierung von Architekturdokumentation?
Glossar wichtiger Begriffe
- Definition of Done: Ein gemeinsam vereinbartes Set von Kriterien, das ein User Story erfüllen muss, um als abgeschlossen zu gelten – sollte auch Dokumentation einschließen.
- Docs-as-Code: Ein Ansatz, bei dem Dokumentation wie Quellcode behandelt wird, in Versionskontrolle gespeichert und automatisiert generiert wird.
- C4-Modell: Ein Architektur-Dokumentationsrahmen mit vier Abstraktionsebenen (System Context, Container, Component, Code), der zielgruppenorientierte Diagramme mit einheitlichem Vokabular ermöglicht.
- Diagramms-as-Code 2.0: Weiterentwicklung von Diagramms-as-Code, bei der die Architektur in einer DSL (Domain Specific Language) beschrieben wird und beliebig viele Diagramme daraus automatisch generiert werden.
- Technische Schulden: Angesammelte, nicht durchgeführte Arbeiten (wie Dokumentation oder Code-Refactoring), die zukünftige Entwicklung verlangsamen und später teuer zu beheben sind.
- Zielgruppenorientierung: Ansatz, Dokumentation basierend auf den spezifischen Bedürfnissen und dem Wissenslevel verschiedener Benutzergruppen (Entwickler, Management, Endanwender) zu gestalten.