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Die 300. Folge von “Software-Architektur im Stream” widmet sich einem oft unterschätzten, aber essentiellen Thema: agiler Dokumentation. Zu Gast ist Liam Bergh, ehemals in der Entwicklung tätig, bietet jetzt Beratung für Dokumentation und Wissensmanagement an und bringt frische Perspektiven in eine Diskussion, die vielen Entwicklerteams unter den Nägeln brennt.

Das Missverständnis um “Working Software over Documentation”

Ein hartnäckiges Missverständnis prägt die Softwareentwicklung: Das agile Manifest würde “keine Dokumentation” bedeuten. Bergh korrigiert präzise: Es heißt “Working Software over Comprehensive Documentation” – nicht “No Documentation”. Die Priorisierung ist klar, aber es ist keine Ablehnung von Dokumentation. Dokumentation bleibt wichtig, muss aber schlank und zielgruppenorientiert sein.

Zielgruppenorientierung als Grundprinzip

Der Schlüssel zu agiler Dokumentation liegt darin, sich zunächst zu fragen: Für wen schreiben wir? Ist es Nutzerdokumentation, Entwicklerdokumentation, Architekturdokumentation oder Admin-Dokumentation? Unterschiedliche Zielgruppen benötigen unterschiedliche Inhalte. Ein neu eingestellter Entwickler hat andere Anforderungen als das Projektmanagement. Durch diese Zielgruppenfokussierung entsteht automatisch schlankere Dokumentation, die nur das enthält, was wirklich relevant ist.

Integration in den agilen Prozess

Dokumentation sollte nicht nachgelagert erfolgen. Stattdessen gehört sie zur “Definition of Done” – genauso wie Tests und Code Review. Durch Automatisierung, etwa mittels Git-Hooks oder CI/CD-Pipelines, kann überprüft werden, ob relevante Dokumentation mit jedem Pull Request aktualisiert wurde. Dies verhindert die gefürchteten Dokumentations-Sprints, die Symptom mangelhafter Integration sind.

Tooling matters!

Das richtige Werkzeug ist entscheidend. Für Entwickler ist “Docs as Code” – etwa direkt in README-Dateien – deutlich attraktiver als zentrale Wiki-Systeme. Die Hürde ist geringer, wenn Dokumentation direkt in der Entwicklungsumgebung gepflegt werden kann. C4-Diagramme als Code ermöglichen eine Single Source of Truth für die Architektur und automatische Diagrammgenerierung daraus.

Die kulturelle Komponente

Ohne Kultur funktioniert nichts. Teams müssen verstehen, warum sie dokumentieren – nicht als externe Verpflichtung, sondern als eigener Nutzen. Häufig zeigt sich dieser Nutzen erst bei Onboarding neuer Mitarbeiter oder beim Debugging nach Wochen, wenn niemand mehr weiß, wie die Software funktioniert.

Fazit

Agile Dokumentation ist kein Widerspruch, sondern eine Frage der richtigen Herangehensweise: zielgruppenorientiert, schlank, automatisiert und kulturell verankert. Sie entlastet Teams von repetitiven Fragen, ermöglicht schnelleres Onboarding und sichert Wissen langfristig. Die Investition in strukturierte, wartbare Dokumentation zahlt sich durch eingesparte Debugging-Zeit vielfach aus.