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Folge 323 - Digitale Souveränität im Härtetest: Greenpeaces Weg zu globaler Resilienz
Wichtige Keytakeaways
- Greenpeace hat Szenarien für mögliche Sanktionen entwickelt und wechselt nun schon bevor es dazu kommt.
- Die Organisation diversifizierte ihre Social-Media-Präsenz durch Mastodon, Bluesky und eigene Newsletter-Kanäle statt sich nur auf große Plattformen zu verlassen.
- Pilotprojekte in einzelnen Ländern (wie Deutschland) testen Alternativen zu Big-Tech-Lösungen, bevor globale Implementierung erfolgt.
- Ein öffentlich einsehbarer Lieferantenfragebogen bildet die Grundlage für die Bewertung von Software-Anbietern nach Nachhaltigkeits- und Wertekriterien.
- Open Source ist willkommen, aber nicht zwingend erforderlich – entscheidend sind die Werte und die Qualität des Anbieters.
- Bei KI-Lösungen empfiehlt Greenpeace europäische und deutsche Alternativen zu Microsoft Copilot statt automatischer Abhängigkeit von US-Lösungen.
Behandelte Kernfragen
- Wie geht eine NGO wie Greenpeace mit digitaler Souveränität angesichts von Sanktionsrisiken um?
- Wie funktioniert die globale IT-Governance bei einer international dezentralisierten Organisation wie Greenpeace?
- Welche Kriterien verwendet Greenpeace bei Software-Anbietern?
- Wie können Pilotprojekte in einzelnen Ländern evaluiert und ihre Erkenntnisse global verbreitet werden?
- Gibt es funktionierende Alternativen zu etablierten US-Tech-Lösungen wie Microsoft 365 für Collaboration?
Glossar wichtiger Begriffe
- Digitale Souveränität: Die Fähigkeit einer Organisation oder eines Staates, unabhängig von fremden Tech-Konzernen eigene digitale Infrastruktur zu kontrollieren und zu betreiben.
- Big Tech: Große US-amerikanische Technologiekonzerne (wie Google, Microsoft, Amazon) mit Monopol- oder dominanter Marktposition und großem Einfluss auf globale Plattformen.
- Lieferantenfragebogen: Ein standardisiertes Bewertungsinstrument, mit dem Organisationen Softwareanbieter nach Nachhaltigkeits-, Sicherheits- und Wertekriterien prüfen.
- Pilotprojekt: Ein begrenzt umfassendes Testprojekt in einzelnen Bereichen oder Regionen, das Erkenntnisse für eine spätere Skalierung liefert.
- Collaboration Suite: Eine integrierte Software-Lösung für Teamkommunikation, Dateifreigabe und gemeinsames Arbeiten.
- Open Source: Software, deren Quellcode frei zugänglich, einsehbar und modifizierbar ist und von einer Community weiterentwickelt wird.
Genannte Technologien
- Proxmox: Open-Source-Virtualisierungsplattform für Server-Management und Betrieb eigener Infrastruktur.
- Drupal: Open-Source-Content-Management-System für Website-Entwicklung mit Community-Unterstützung.
- Nextcloud: Open-Source-Collaboration-Suite als Alternative zu Microsoft 365 für Dateifreigabe und Teamkommunikation.
- Mastodon: Dezentrales, föderiertes Social-Media-Netzwerk als Alternative zu proprietären Plattformen wie Twitter/X.
- Bluesky: Neue dezentralisierte Social-Media-Plattform, auf der Greenpeace frühzeitig präsent ist.
- Microsoft Copilot: KI-gestützte Lösung von Microsoft, zu der Greenpeace europäische Alternativen empfiehlt.