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Episode 295 - DiversIT(y) – Diversität in der IT Hallo, ich bin Eberhard Wolff.

So, dann herzlich willkommen zu unserer Diversity Session, die wir auch gleichzeitig streamen.

So, ein bisschen zur Vorgeschichte.

Also, es ist für mich persönlich ein Anliegen, wir sind hier auf einer Konferenz bei den IT-Tagen, und die IT-Tage haben netterweise uns diesen Raum gegeben, um das Thema hier zu diskutieren, das Thema Diversity.

Und es gab da halt im Vorfeld auch ein paar Diskussionen, und das ist eben auch ein Thema, was den Veranstaltern hier am Herzen liegt, und deswegen sitzen wir jetzt hier irgendwie zusammen.

Es gibt für mich persönlich eine Motivation, und das sind eigentlich zwei Dinge.

Die eine Sache ist halt, dass ich mal bei einer Konferenz war mit einer damals Kollegin, die mir dann irgendwie gesagt hat, ich fühle mich hier irgendwie unwohl.

Und das war irgendwie so eine Geschichte, wo ich irgendwie gedacht habe, okay, krass, das ist irgendwie völlig anders als mein Erleben.

Also, das ist eine Konferenz gewesen, auf die ich halt sehr gerne teilnehme, und deswegen war die Intention von dem, was wir heute diskutieren wollen, eben diese andere Perspektive tatsächlich mal zu zeigen und halt versuchen, sie nachvollziehbar zu machen.

Wir haben dafür eben vorhin ein paar Storys gesammelt von den ZuschauerInnen hier vom Stream und werden genau die jetzt unter anderem diskutieren.

Das ist so ein bisschen die Vorgeschichte, die andere Geschichte, und da kann ich sozusagen schamlos Eigenwerbung betreiben.

Wir haben tatsächlich als einen der letzten Streams einen Stream gemacht mit der Claire Sudbury, die halt gesagt hat, dass sie halt nach zwölf Jahren einfach aus der IT rausgegangen ist.

Und zwar deswegen, weil sie sich halt letztendlich, ihr könnt den Stream halt euch selber angucken, sich nicht wohlgefühlt hat, ist dann halt irgendwann wiedergekommen, und ist halt offensichtlich eine sehr kompetente Person.

Und ich glaube, eins der Probleme, was wir halt offensichtlich haben, neben dem Problem, dass wir zu wenig Leute aus den unterrepräsentierten Gruppen bei uns haben, ist irgendwie dann darüber hinaus noch, dass diese Leute halt irgendwie der Tendenz dazu tendieren, dieses Business halt irgendwie zu verlassen.

Und die Session hatte halt den Namen, Let’s stop making each other feel stupid, also lass uns irgendwie aufführen, dass wir uns gegenseitig irgendwie sozusagen vorspielen, oder dass wir halt das Gefühl erzeugen, dass wir halt irgendwie dumm sind.

Und das ist ein Diversity-Thema letztendlich auch irgendwo, weil das eben tatsächlich insbesondere unterrepräsentierte Gruppen erwischt und eben dazu führt, dass die uns halt verlassen.

Genau, so viel zum Eingangsmonolog.

Eigentlich wollte ich nicht so viel sagen, aber das ist so eine von meinen Schwächen.

Fangen wir an mit einer Vorstellungsrunde.

Möchtest du anfangen?

Ja, gerne.

Also mein Name ist Sabine Wojcieszak.

Ich hatte ja eben schon gesagt, hallo, ich bin Sabine.

Und zwar aus Kiel und ich komme von der Firma GetNextIT.

Und für uns ist es super wichtig, oder das ist unser Ziel, wir möchten Teams halt erfolgreich machen.

Wir möchten Teams dabei unterstützen, gute Lösungen in komplexen Zeiten zu liefern.

Und Diversität ist dabei ein ganz wichtiger Schlüssel, dass wir halt Teams haben, die nicht alle so gleich gestaltet sind, sondern die unterschiedliche Ansichten einbringen.

Das wiederum funktioniert aber nur, wenn diverse Menschen sich auch sicher fühlen in ihren Teams.

Also ansonsten können sie diese unterschiedlichen Blickwinkel nicht reinbringen.

Und das ist natürlich ein super menschliches Thema, was mich persönlich auch sehr umtreibt.

Ja, hallo, mein Name ist Liam.

Ich bin im Arbeitsleben und bieten wir Unternehmensberatung für Softwaredokumentation an.

Hat jetzt nicht ganz so viel mit dem Thema Diversity zu tun.

Allerdings bin ich selber non-binär, das heißt, ich bin trans.

Und bin deswegen mehr oder weniger zwangsweise mit diesem Thema konfrontiert.

Und fand diese Gelegenheit gut, dass ich hier eingeladen wurde, um auch mal darüber zu sprechen.

Ja, und ich glaube, damit können wir gleich anfangen.

Also möchtest du von deinen Erfahrungen berichten?

Ja, sehr gerne.

Also ich habe, nachdem es eine Gesetzesänderung gab letztes Jahr, habe ich meinen Namen ändern lassen.

Das war im Dezember, das ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her.

Und das hat einfach zu so ein paar, sage ich mal, organisatorischen oder technischen Problemen auf der Arbeit geführt damals.

Also es war noch eine andere Firma, wo ich angestellt war.

Und es waren so zwei verschiedene Sachen, die so unabhängig voneinander abgelaufen sind.

Zum einen, ich habe natürlich das vorher schon gewusst.

Das ist ein Prozess, den muss man mehrere Monate vorher beantragen.

Das heißt, das ist jetzt nicht von heute auf morgen passiert.

Ich habe erst mal mit hr das Gespräch gesucht, habe mich da dann in einem Vier-Augen-Gespräch geoutet, habe das erklärt, habe gesagt, hier, meine Namensänderung wird im Dezember kommen.

Ich bin trans, ich bin non-binär, so und so sehe ich mich.

Und ja, ich möchte das irgendwie gerne möglichst problemlos gelöst haben.

Sowohl was die Namensänderung angeht, aber auch einfach so Fragen wie, welche Toilette soll ich benutzen?

Dafür wurde dann letztendlich ziemlich unbürokratisch, würde ich mal sagen, eine Lösung gefunden.

Und zwar, dass wir auf verschiedenen Etagen, auf der einen Etage gab es dann eine Männertoilette und eine Toilette für Frauen und diverse.

Und auf der anderen Etage gab es eine Frauentoilette und für Männer und diverse.

Das fand ich einen sehr guten Ansatz.

Es wurde auch schon an meiner Uni so gemacht.

Und dann hat HR, auch als die Namensänderung soweit war und ich denen das dann offiziell mitgeteilt habe, haben die im Zeiterfassungssystem meinen Namen geändert.

Und ich, weil aber Ende des Jahres war, war dann irgendwann auch Urlaubszeit und ich bin dann in Urlaub gegangen.

Bevor ich allen Teams, weil ich zu der Zeit auch als Scrum Master mehrere Teams betreut habe und ich hatte nicht allen Teams gesagt, dass mein Name sich ändert, weil ich nicht mit allen Teams zu dem Zeitpunkt ein Meeting hatte.

Und dann haben die in der Zeiterfassung gesehen, dass in ihrem Team auf einmal mein Altername weg ist und eine neue Person drin steht und haben dann HR Fragen gestellt, die HR nicht beantworten wollte.

Was ja an sich auch löblich ist, dass sie mich nicht in meiner Abwesenheit outen wollten.

Nur was sie dann gemacht haben ist, dass sie dann die Namensänderung wieder rückgängig gemacht haben.

Und ich dann nach meinem Urlaub von meinem Dad Name begrüßt wurde.

Das fand ich ein bisschen unglücklich, muss ich sagen.

Weil ich das dann auch überprüft habe.

Eine Google-Suche hätte einem dann auch verraten, dass man damit besser so umgegangen wäre, dass man sagt, die Person wird euch dann schon selber sagen, was es damit auf sich hat.

Fragt bitte, wenn die Person wieder aus dem Urlaub zurück ist.

Es sind jetzt noch zwei Wochen.

Das ist die eine Sache.

Die andere Sache ist der technische Aspekt gewesen, dass es nicht so einfach war.

Ich hatte da ein Windows-PC und das war nicht ganz so trivial, alles umzustellen.

Also Outlook, die E-Mail-Adresse, dann auch Teams und generell das AD.

Es war dann zwischendurch, nachdem auf technischer Ebene dann eigentlich der Alias schon eingerichtet war, war dann mein Netzlaufwerk auch weg, weil das im System nicht mehr gefunden wurde unter meinem neuen Namen.

Dann konnte ich mich auch gar nicht mehr bei Teams einloggen bzw. hatte dann das Problem, dass immer mein Altername angezeigt wurde.

Und ich habe im Endeffekt einen halben Tag bei der IT verbracht und da mit den Admins gesessen.

Und die haben dann immer darum geguckt und versucht, das irgendwie zu fixen.

Die waren auch super nett.

Die haben auch gefragt, wie ist jetzt der neue Name?

Und einer hatte mich auch gefragt, was für Pronomen er benutzen soll.

Das fand ich alles sehr nett.

Es ärgert mich nicht, es amüsiert mich eher.

Aber was ich dann im Nachhinein erfahren habe, dass, als ich dann wieder weg war, hat einer von den Admins dann einfach so in der Abteilung, in der Abteilungsküche gesagt, ja, aber, also, ja, muss ich jetzt aber auch einen Penis machen lassen, sonst kann ich ihn nicht ernst nehmen.

Was mir dann halt auch gezeigt hat, okay, an sich war es für die Leute wohl kein Problem, dass ich trans bin, aber erstmal haben sie einfach angenommen, dass ich binär trans bin, also, dass ich einfach von Frau zu Mann wechsle.

Was, ja, also, ich kann diese Annahme verstehen, denn nonbinär ist nicht so häufig, glaube ich, oder noch nicht so im allgemeinen Bewusstsein angekommen.

Ich fand es halt trotzdem nicht ideal, weil es auch, ich finde, man muss auch irgendwie mal dazu sagen, dass nur, weil eine, also eine Person ist auch als trans Person valide, wenn sie keine angleichenden Operationen gemacht hat, weil es eben auch Menschen gibt, die diese Operation nicht machen können oder nicht wollen oder vielleicht noch nicht machen können.

Und dann zu sagen, ich kann die Person nur ernst nehmen, wenn eine Operation erfolgt, das fand ich halt auch nicht, nicht so ideal.

Aber ich bin bei der Person sehr sicher, das ist nicht böse gemeint gewesen, das ist nicht gezielt diskriminierend gewesen.

Er hat sich da einfach nicht so viel bei gedacht.

Und ich denke, dafür ist es auch in solchen Veranstaltungen hier gut, dass man einfach mal, ohne zu verurteilen, darüber redet, was halt, wie manche Dinge ankommen und was vielleicht eine bessere Alternative wäre.

Genau, super.

Auf jeden Fall erstmal vielen Dank fürs Teilen.

Und für den Mut auch, hier über dieses Thema zu sprechen.

Wir haben tatsächlich eine Submission gehabt von einer Person.

Und ich befürchte, liegt es wieder an mir, das sozusagen vorzulesen.

Also diese Person hat halt über das Formular gesagt, ich bin transgender, arbeite schon ca.

20 Jahre vor meinem Egg Crack.

Umgangssprechlich ist das die Realisierung der eigenen Geschlechtsidentität in einem Software-Team geformt aus Ingenieuren.

Also pragmatisch bis zu einem gewissen Grad logisch.

Aber was Designsicherheit, Wartbarkeit und Benutzerfreundlichkeit angeht, nicht wirklich exzellent.

Das Inhouse genutzt und supported wird, also die Software offensichtlich, und einige hundert Leute aus unserem Produkt nutzen, ziehen.

Fragt mich nicht, wie das geht.

Ich habe hier die Software nur zu einem gewissen Grad.

Hat das Programm meines Teams auch einen gewissen Stand in der Firma.

Ich konnte mit peniblen Nachbohren und Automatisieren von händischen Abläufen irgendwas mit Continuous Integration in dem Team etablieren.

Natürlich nur, weil das Team auch nach Verbesserung und Qualität schreibt und das auch wollte.

Also mache ich irgendwas mit Sourcen, Verwaltung, Know-how, Pflege, Zugriffsgedöns, Test- und Auswertungsprozessen, Release-Management usw.

Also kleine Dinge, die Entwickler ihnen allzu gerne abgaben.

Jedenfalls hatte ich mir schon einen rechtsstabilen Platz in meinem Team und machte mein Outing via Remote-Besprechung, ein Hoch auf Homeoffice-Arbeitsmöglichkeiten, eben publik.

Outings außerhalb des Teams ergaben sich, als ich im Firmensystem meinen gewünschten Namen eintragen ließ, mit Leuten direkt oder über Hotline-Schriftverkehr Kontakt hatte.

Von großen Problemen kann ich nicht berichten.

Es gab anfangs einige Bemerkungen wie, A, aus der Verwandtschaft hatten Kolleginnen das Thema auch schon mal, oder es bedeutet nichts, was man zwischen den Beinen hat.

Also schon einige vom Alltag dissoziierende, sagt man das so, Bemerkungen, die sicher nur als Smalltalk gemeint waren, aber mich nachdenklich zurückließen.

Ich glaube, das ist so ein bisschen auch das, was du sagtest.

Ich weiß nicht, ob wer, was sonst da dir durch den Kopf geht oder uns durch den Kopf geht oder welche Kommentare es da gibt.

Also ich finde ja schon solche Aussagen einfach mal so als Smalltalk, die bewirken ja schon was.

Und ich weiß ja auch nicht, wenn ich das so locker in den Raum sage, ob das auf was für ein Mindset trifft, welche Annahmen bestätige ich damit auch.

Und ich meine, es ist eigentlich vollkommen irrelevant.

Es hat nichts mit meiner Arbeit zu tun und gar nichts.

Also wen interessiert, wer gerade zwischen den Beinen hat oder nicht?

Da kann ich mir allenfalls Gedanken drüber machen, aber ich sollte es meines Erachtens zumindest nicht im Firmenkontext oder in so einem Bereich offen aussprechen.

Also selbst wenn du sagst, für dich ist das eher belustigend gewesen, aber du weißt ja auch nicht, wer hat das alles gehört und wer macht gedanklich was daraus.

Wir Menschen sind ja sehr gut in Dinge aufgreifen, weiterdenken, aus einer Mücke ein Elefanten machen und so weiter.

Und ich finde, das sind so diese ersten kleinen Schritte, wo ich mit einer unbedachten, hinterher vielleicht sage ich auch noch, das war ja gar nicht so gemeint, war ja als Witz gemeint, Äußerung, irgendwas in Gang setzte, was ich eigentlich gar nicht wollte.

Ja, also ich muss jetzt dazu sagen, ich hatte halt das Glück, dass in der Firma eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht und dass der Umgang an sich sehr respektvoll und sehr freundschaftlich ist.

Deswegen sehe ich das lustig und finde das eher amüsant.

Aber wenn das jetzt nicht in dieser Firma passiert wäre oder vielleicht auch von einer anderen Person, dann hätte ich das auch nicht so locker gesehen.

Ich finde es an sich ist die Aussage schon problematisch.

Ich bin aber bei der Person wie gesagt sicher, sie hat damit keine bösen Intentionen gehabt.

Aber das ist eben genau das Ding.

Es geht eigentlich, es sollte nicht relevant sein, gerade nicht am Arbeitsplatz, was man in der Hose hat.

Und es sollte auch nicht unbedingt ein Gesprächsthema sein.

Ja, und also nicht sozusagen als Mitglied oder keiner unterrepräsentierten Gruppe ist das, also finde ich es gut, dass du das genau angesprochen hast, weil das auch so ein Gedanke ist, der mir irgendwie sozusagen irgendwann gekommen ist mit, also nicht, wir arbeiten ja Gemeinsamheit an irgendwas, das ist halt ein professioneller Kontext.

Und es ist irgendwie, es gibt halt einfach Dinge, die sind halt egal, nicht?

Und es ist halt, oder sie sollten halt keine Rolle spielen.

Und dazu gehört ja mehr nicht.

Also sexuelle Orientierung spielt ja auch beispielsweise, sollte halt keine Rolle spielen.

Ich wüsste auch nicht, in welcher Art und Weise, weswegen halt diese Geschichten halt, glaube ich, tatsächlich schlicht Fehler am Platze sind.

Und wenn ich darf, würde ich tatsächlich gerne eine Anekdote erzählen, weil du das ja auch gesagt hast, das ist halt sicherlich nicht verletzend gemeint.

Ich glaube, also für mich ist es halt wichtig zu realisieren, dass es halt, also dass man halt etwas Sexistisches sagen kann, beispielsweise ohne, dass man sexistisch ist.

Und ich würde das gerne an einer Anekdote illustrieren.

Ich habe also tatsächlich eine Präsentation gemacht und hatte da halt so ein Strichmännchen, tatsächlich ein Männchen, konnte man erkennen an der Krawatte.

Und das war halt der Manager.

Und ich habe mich irgendwie lustig gemacht über den Manager und habe halt gesagt, also offensichtlich ist das halt ein Mann, weil der trägt halt eine Krawatte.

So und ich hatte halt gedacht, das sei okay.

Also nicht, weil das ist halt, ich habe mich ja abwertend eigentlich über diese Person geäußert, also was halt eigentlich nicht okay ist, aber da sind wir halt schon ein bisschen bei dem Thema.

Und hatte dann nämlich gedacht, dass sozusagen der Hinweis, dass das eben nicht ein Mitglied der Mehrheit sozusagen ist, dass das halt sozusagen okay ist.

Und ich habe halt Feedback bekommen, ausführliches Feedback.

Und da waren in meiner Erinnerung zwei Personen, die gesagt haben, das geht halt so nicht.

Also ich weiß, die halt irgendwie gesagt haben, okay, also dass da halt dieses sexistische Bild eines Managers halt transportiert worden ist, der halt nicht ein Mann ist nun mal.

Und weil Manager nun mal eben typischerweise Männer sind.

Das ist halt daneben.

Und ich muss halt gestehen, das ist total nachvollziehbar.

Jetzt, wo ich halt die Geschichte erzähle, muss ich halt irgendwie auch sagen, wow, also das war halt irgendwie einfach daneben.

Aber ich glaube nicht, dass ich halt sexistisch bin in dem Sinne, dass ich halt eben Minderheiten diskriminieren will.

Es ist trotzdem daneben.

Und die nicht, also wenn ich es halt könnte, oder vielleicht sollte ich es jetzt irgendwie auch tun, nicht, also ich entschuldige mich dafür, das war halt irgendwie daneben.

Gegenüber diesen Personen kann ich mich nicht entschuldigen, weil das war halt anonymes Feedback.

Und das ist es halt.

Und dann sollte man halt irgendwie weitermachen.

Und das ist, glaube ich, hier eine wichtige Lesson learned.

Also, weil ich halt glaube, dass da halt ein Unterschied ist.

Also ich bin nicht als Person angegriffen worden, weil ich halt sexistisch bin, sondern ich habe etwas gesagt, was halt nicht in Ordnung ist.

Und das ist halt so.

Und ich werde es eben nicht noch mal tun.

Und wenn ich halt diese Folie noch mal hätte, würde ich halt wahrscheinlich sogar das Icon wegtun, weil es ist halt daneben.

Oder ich würde es halt irgendwie so machen, dass ich halt eben beide dort eben unterschiedliche Leute habe.

Ich habe irgendwie dann auch angefangen, so für Teams-Bilder noch jemanden zu haben.

Gibt es eine Icon, irgendwo in einer Icon-Sammlung, wo halt noch jemand in einem Rollstuhl drin ist, um mal zu sagen.

Gibt es halt irgendwie noch andere Leute.

Genau.

Sorry.

Dann, ich weiß nicht, ich kann das noch weiter vorlesen, wenn ich soll, oder wollen wir ein anderes Thema diskutieren?

Das würde ich hier noch mal weitermachen, also die weitere Aussage ist halt, eine Peinlichkeit konnte, also das ist die Antwort auf die Frage, was war der unangenehmste Teil dieser Erfahrung von dieser Transperson, und da ist halt die Antwort, eine Peinlichkeit konnte mein Gruppenleiter, dem Abteilungsleiter, ausreden, es kam kurz die Anfrage, ob ich nach der Sicherheitsbelehrung in der Abteilung um die 62 Leute neu vorgestellt werden soll, da kam bei mir nur der Gedanke hoch, dass ich kein dressiertes, angemaltes Tier bin, was zur Unterhaltung kurz vorgeführt werden will.

Ich denke, das war unberücksichtigtes Nachfragen, wie man mir als Person helfen kann, in der Firma anerkannt zu bleiben, aber extra präsentiert vor allen Leuten, einige, mit denen ich nie etwas zu tun haben werde, andere, die vielleicht mal ein Jahr mit mir an einem Thema arbeiten hätten, da fühlte ich mich vor den Kopf gestoßen, das Thema war mit einem Nein aber sofort vom Tisch.

Und hier steht noch im Weiteren, das ist die Antwort auf die Frage mit, lass mich schauen, was hätte dein Umfeld besser machen können, welche konkreten Reaktionen und Stützungen hättest du dir gewünscht?

Das lief bei mir in der Arbeit sehr glatt.

Niemand, der mich beim Toilettengang mal argwöhnlich musterte oder falsch ansprach, Missgendern höchstens wegen fehlender Gewohnheit, selbst Leute, die mich erst nach Jahren mal anschrieben, weil ich mal etwas für sie gemacht hatte, waren sofort bei meinem neuen Namen.

Die bekamen Unterstützung, was Einträge im Corporate Directory betraf, Tools, die Alias-Namen, Preferred Names neben richtigen Namen, Erlauben sind einfach angenehm, Leute tauschen sich über mich per Flurfunk aus und achteten darauf, mich nicht zu verletzen.

Also die Frage, kann ich dir etwas Persönliches fragen, kam sogar erschreckend wenig.

Meine Gedanken kreisten so viel um das Thema Alltag und mein Outing und wie trete ich in der Gesellschaft auf?

Leider wollten noch so einige Psychiater, Therapeuten oder der medizinische Dienst die Absurdität, die sich Alltagstest nennt, in einem Therapiebericht lesen.

Jedenfalls kamen so wenig Reaktionen, dass ich regelrecht enttäuscht war, dass so gut wie nie jemand auf Arbeit etwas fragte.

Dabei habe ich doch für den Alltagstest gelernt.

Dann werde ich nicht abgefragt, arg.

Das ist alles so unlogisch, aber das ist ja ein Problem im Gesundheitssystem.

Generell hat sich meine Belastbarkeitsgrenze verschoben.

Was früher mit zu viel Aggression und Störheit angegangen wurde, wird heute von mir oft mehr als überfordernd aufgenommen und ich reagiere noch mehr zurückziehend als davor.

Generell fühlt sich mein Kopf und ich mich selbst als Person besser, aber gleichfalls haben mich die letzten Jahre im Job immer mehr in Richtung Impostor-Syndrom gedrängt.

Das ist dieses, wo man halt das Gefühl hat vorzugeben, dass man halt wahnsinnig toll ist und in Wirklichkeit subjektiv eben nichts kann und das ist eben ein Syndrom, weil es eben nicht durch die Realität gedeckt wird.

Das ist, glaube ich, weit verbreitet und ich würde behaupten, die Alternative sind halt übertriebene Egos, die glauben, dass sie alles können, aber das ist ein anderes Thema.

Was sicher durch die absurd schnell verändernde, aber auch bessere Work-Life-Balance bei uns im Team entstanden ist, ich hatte 20 Jahre 9-to-5 unter falschem Hormonhaushalt erlebt und seit 2020 flexiblere Arbeit mit fast allen Kollegen im Homeoffice und plötzlich auch noch anderem Ich-Gefühl.

Meine Kollegen kamen bisher recht gut damit klar und gaben mir bisher nicht das Gefühl, dass ich mich von meiner Arbeitswelt entfremdet habe.

Es gibt noch einiges, woran ich an mir arbeiten muss, aber im Vergleich zu Geschichten, die andere Transgender-Person mit mir teilten, scheint das echt lapidar oder bin ich einfach zu sehr abgestumpft über die lange Zeit der Nicht-Realisierung.

Das Impostor-Syndrom steht hier drin, ich weiß nicht, ob das ein Thema ist, das wir noch aufgreifen wollen.

Naja, also ich finde tatsächlich, dass diese Möglichkeit, auch Zeit im Homeoffice zu verbringen, glaube ich auch manchmal wirklich Entlastung schaffen kann.

Also wenn ich nicht täglich mit einem Team konfrontiert bin, wo ich immer auf der Hut sein muss, kommt da jetzt wieder irgendwie eine Stichelei, irgendwas, was ich vielleicht auch erst zwei oder drei Stunden später realisiere, was da gesagt wurde.

Wenn ich dann zu Hause bin, habe ich da ein bisschen mehr Entspannung und wenn mal wirklich irgendwas auch über eine Video-Session passiert, habe ich auch Zeit, das zu verdauen.

Also das ist eine andere Situation und ich glaube, dass das durchaus Entspannung und Erleichterung bringen kann.

Allerdings sollte das nicht der Normalfall sein, also dass ich mich zurückziehe, damit ich das nicht mehr erlebe, weil das wäre ja auch, dann sondere ich mich vom Team ja ab.

Aber so als Balancemöglichkeit, Regulierungsmöglichkeit durchaus interessant.

Gut, sonst können wir die nächste Geschichte nehmen.

Die ist etwas kürzer, also das hat die Aussage, ich bin mit der Firmenband an unserem jährlichen Meeting aufgetreten, ich bin Sängerin, als ich mich mit meinem Gitarristen nach dem Gig unterhalten habe, kommt der VP of Sales an und sagt nach einer kurzen Unterhaltung mit der Stimme, wirst du heute Abend sicher Spaß haben.

Ich habe ihn dann gefragt, was er meint und er so, naja, bei einer so sexy Stimme nimmst du sicher jemanden mit hoch aufs Zimmer.

Und das, ich muss mal kurz schauen, was war der unangenehmste Teil dieser Erfahrung?

Die Antwort ist alles, aber auch, dass mein Gitarrist nichts gesagt hat.

Ich meine, ich war Bach, deshalb verstehe ich, dass er auch nicht wusste, was er sagen sollte.

Und was hätte dein Umfeld besser machen können?

Der Gitarrist hätte als Ally und höherer Position was sagen müssen, da muss Training her.

Und der Grund, warum mich das halt besonders, wie soll ich sagen, mich das besonders betroffen macht, ist die letzte Sache, also mehr zu deiner Person optional, da ist die Aussage, der einzige Job, bei dem ich weder Sexismus noch sexuelle Gewalt erfahren habe, war als Kindergartenassistentin, weil wir dort nur Flinter waren.

Hier müssen wir mal kurz helfen, das sind, ich glaube Frauen, Lesben, intersexuelle, trans und ich weiß nicht, wovor das A steht, muss ich mich jetzt gerade, genau, aber asexuell, genau, danke, sorry, da war ich offensichtlich nicht gut vorbereitet.

Ich habe mich komplett aus der Tech-Szene verabschiedet, weil ich in jeder Firma mit sexueller Gewalt konfrontiert wurde.

Hatte letztes Jahr deshalb einen Burnout und habe mich für ein Jahr in einem Dorf in Portugal versteckt, um mein Business als Hypnose-Therapeutin aufzubauen.

Und nicht, also das ist halt genau das, was ich halt eingangs sagte, da haben wir eine Person verloren, schlicht verloren, und zwar eben aufgrund von den schon zitierten Mechanismen.

Und ich nehme an, dass das nur ein Beispiel ist, da wird ja sicherlich irgendwie noch mehr gewesen sein und ja, das finde ich halt betroffen machend schlicht.

Also das ist nicht nur in der Tech-Szene so, das ist nicht nur für Frauen Anfang 20 so, wir haben vor ein paar Wochen einen Workshop geleitet, es kommt ein Teilnehmer rein, guckt mich an von oben nach unten, von oben nach unten, grinst und sagt, ich bin mir sicher, das wird heute ein guter Tag.

So, der kann alles Mögliche mit gemeint haben.

Meine Reaktion war in dem Moment sofort, okay, Kunde, ich kann nichts sagen, lass mal jetzt lieber, vor allen Dingen ist die Stimmung dann im Workshop erstmal hin, aber ich habe sofort gemerkt, wie ich für mich gesagt habe, pass auf, Sabina, halt Distanz, damit du keine falschen Erwartungen wächst.

So, ich bin 56, wo ich dann eigentlich gedacht habe, ich wäre durch mit diesem Thema, ich habe in anderen Branchen gearbeitet und ich habe es überall erlebt.

Ich habe es damals nicht so empfunden, weil zu der Zeit, wo ich halt in meinen Zwanzigern war, da war das irgendwie gesellschaftsfähig, das ist ja auch ein Kompliment, genau, das kommt dann auch immer noch, ist doch ein Kompliment, habe ich doch nur nett gemeint, ist ja vollkommen egal, wie jemand was gemeint hat, wenn jemand etwas nett gemeint hat, soll er es nett sagen und nicht so und ganz schlimm wird sowas halt, wenn das vor anderen passiert, also wenn noch Leute dabei sind und die Leute mitlachen, nichts sagen oder hinterher noch zu dir sagen, ach komm, sei nicht so empfindlich, dann wird es richtig schlimm und ja, das ist gelebte Realität für viele Frauen.

Und wie machen wir es besser?

Also was ist der konkrete Ansatzpunkt?

Also in diesem Fall ist es ja offensichtlich diese andere Person, die dabei stand und dann vielleicht überfahren war und nicht, wenn ich einen VP of Sales habe, darüber ist halt nicht mehr besonders viel, was tun, also wie kriegen wir dieses Problem gelöst oder gibt es da Ansätze?

Also ich bin immer der Meinung, die Person, die gerade betroffen ist, selber, ist halt die Person, die am wenigsten machen kann, weil die betrifft selber, die ist gerade geschockt und weiß halt nicht, wie sie reagieren soll, für mich sind tatsächlich die Personen, die dabei stehen, die wichtigen, das sind die, die sagen, ey komm, lass mal, die müssen jetzt gar keinen tollen Vortrag halten und einfach nur sagen, den Spruch fand ich jetzt gerade nicht passend.

So und wenn das natürlich noch eine Person ist, die auch noch hierarchischen Ticken höher ist, hat die ja auch den entsprechenden Einfluss oder die entsprechende Macht, das zu tun.

Aber wir müssen natürlich auch mal mit über die Leute sprechen, die einfach sowas sagen, weil das kann mir keiner erzählen, dass jemand meint, das ist ja nur nett gemeint, das ist bewusst sexistisch.

Ja, wenn ich zu irgendjemandem im Kollegenkreis sage, ey, du hast so eine geile Stimme, du nimmst heute Abend bestimmt jemanden mit aufs Zimmer, wo ist da das Nette dran?

So und es ist eine Frage wirklich auch von Mindset, von Haltung, wie gehe ich im Kontext der Arbeit mit den anderen Geschlechtern um und wie äußere ich mich?

Ja, meine ich, dass ich hier die Wildcard habe und alles sagen darf, was ich gerade im Kopf habe oder was mir durch den Kopf schießt oder fange ich langsam auch mal an, darüber nachzudenken, dass ich mit solchen Äußerungen auch ganz viel von mir als Persönlichkeit beigebe und wir bewegen uns in einem beruflichen Kontext und ich finde, sowas sollte auch zukünftig berufliche Konsequenzen haben.

Ja, also ich habe dem eigentlich nicht mehr so viel hinzuzufügen, das Einzige, was mir jetzt gerade noch durch den Kopf ging, ist, ich meine, es ist traurig, aber ich denke, es macht auch einen großen Unterschied, ob jemand von außen eingreift, der selber in die gleiche, sag ich mal, in die gleiche Gruppe des Opfers gehört oder ob es jetzt einfach zum Beispiel ein Mann ist, der sagt, pass mal auf, das fand ich nicht gut, dass du die Frau so angesprochen hast oder hier meine Kollegin, weil es leider immer noch einen Unterschied macht, ob ein Mann sagt, ich finde das sexistisch, was du jetzt gesagt hast, oder ob das eine Frau sagt, die halt selbst betroffen sein könnte von dem Kommentar und deswegen ist es eben auch so wichtig, deswegen ist es auch gut, dass du auch heute gesagt hast, dass Männer eben auch darüber reden und sich da dann auch einsetzen.

Also wen das Thema interessiert, es gibt ein ganz tolles Buch und das heißt, wenn die letzte Frau den Raum verlässt, da geht es genau um diese Themen, um Sexismus im Arbeitsalltag, unterschiedliche Täterbilder, ja, was, wie sie gestrickt sind und was sie dazu veranlasst und ich finde, das ist ein tolles Buch, nicht nur für Männer zu lesen, also es ist von Männern für Männer geschrieben, aber es ist auch ein ganz tolles Buch für Frauen zu lesen, weil es auch uns hilft, die Situation ein bisschen anders zu verstehen und nicht alle über Einkommen zu scheren.

Ja, und also für mich ist halt wichtig, ich weiß nicht, das hatte ich auch im Vorhinein noch mal diskutiert und irgendwie war das gestern auch ein Thema, also allgemein gesprochen ist halt die Frage, wenn ich halt eine Führungskraft bin, ist, welche Art von Verhalten ist halt in meinem Unternehmen akzeptabel und das ist meiner Ansicht nach halt ein breiteres Thema und wenn eben bestimmtes Verhalten nicht sanktioniert wird, bedeutet das, dass dieses Verhalten halt de facto akzeptabel ist und das ist dann eben so, nicht, also das heißt, wenn ich jetzt irgendwie anfange und sage, okay, nicht, hat sie mich nicht so gemeint und ich fange irgendwie an und finde halt irgendwie Entschuldigung, dann bedeutet das, dass eben dieses Verhalten im Prinzip akzeptabel ist und nicht, also wir sind uns ja hoffentlich einig, dass es eben nicht akzeptabel ist, aber das muss dann irgendwie auch irgendeine Art von Konsequenz haben, sonst ist das halt ein Problem und ich würde halt behaupten, dass es eben auch tatsächlich breiter, weil es eben dazu führt, dass es eine bestimmte Kultur gibt in dem Unternehmen und nicht, also ich gehöre jetzt nicht zu einer unterrepräsentierten Gruppe, aber ich würde mich halt auch gerne wohlfühlen und ich bin mir unsicher, ob ich halt mit solchen Leuten auch, obwohl ich eben nicht zu einer unterrepräsentierten Gruppe gehöre, mich halt wohlfühle.

Lass uns kurz auf den Chat gucken, also die Lisa, die ja auch mit zum Team des Streams gehört hat, hat gerade geschrieben, oh ja, dieses sei nicht so empfindlich oder stell dich nicht so an, das hatte sie nochmal vorher vorgehoben, das hattest du, glaube ich, eingeworfen und da war hier im Saal ja auch eine Entschuldigende Reaktion und dann kam halt weiter, wenn man so etwas macht, sagt, sollte man mal einen Moment darüber nachdenken, ob man das einem einer Kollegin vom gleichen Geschlecht auch sagen würde.

Es geht noch ganz anders, wie würde ich als Mann reagieren, wenn meine Frau, meine Freundin, meine Tochter zu Hause erzählen würde, dass irgendjemand auf der Arbeit sie so angesprochen hat.

Damit hätte ich schon ein ganz gutes Regulativ und könnte sagen, ah nee, würde ich nicht so cool finden, also lasse ich das vielleicht auch lieber, denn eigentlich haben alle Erfahrungen im Umgang mit Frauen und haben auch Erfahrungen damit, wie doof das ist, wenn das der eigenen direkten Frau, Freundin, Tochter passiert, so, aber warum kann ich mich dann über diese Norm hinwegsetzen, wenn ich mich in einem anderen Umfeld befinde?

Also so ein bisschen Logik wäre vielleicht ganz hilfreich dabei.

Ja, ist eigentlich ein guter Sanity-Check, also genau das sind ja zwei Sachen, mit denen man versuchen kann, das sozusagen zu bewerten und zu bewerten, ob das entschuldbar ist oder nicht.

Die Diana, meine Kollegin, hatte dann weiter geschrieben, Gefühle absprechen geht gar nicht, das sagt sehr viel über das Gegenüber aus, meistens kann man mit den eigenen Gefühlen nicht umgehen.

Also ich nehme an, dass eben dann eine Person, die sozusagen die Gefühle abgesprochen werden, dass man damit halt, dass man dann eben abspricht oder dass diese Person, die der anderen Person diese Gefühle abspricht, dass sie selber mit ihren eigenen Gefühlen eben auch nicht umgehen kann.

Haben wir was dazu?

Sonst würde ich nur nochmal wiederholen, das ist halt diese Geschichte mit der Subjektivität.

Also das, was ich sage, tue, hat eine bestimmte Wirkung.

Und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass das halt bei der anderen Person, gerade im emotionalen Bereich, eine bestimmte Wirkung hat.

Und es ist einfach absurd, sich hinzustellen und zu sagen, nee, diese Wirkung hat es halt nicht.

Weil das ist halt das subjektive Erleben der anderen Person.

Und das ist halt ein Problem, weil das halt in vielen Situationen dann zu Konflikten führt und zu Schwierigkeiten führt.

Auch wenn es halt unbeabsichtigt ist.

Aber die einzige mögliche Art, daraus zu kommen, ist ja eben zu sagen, okay, ich verstehe das, das ist eben so.

Und jetzt lasst uns von dort aus halt irgendwie in einer Art und Weise weitermachen.

Genau, auf das Thema von der Diana hat Lisa reagiert mit Oh ja.

Und dann hat Lisa noch weitergeschrieben, oder wenn man mal lauter wird, reagiert.

Bei Männern fein, bei Frauen hast du deine Tage.

Ich weiß nicht, wie man den Smiley nennt, mit so einem Smiley, der so nach oben guckt.

Ja, also auch ein typischer Spruch.

Eine Frau sagt irgendwas, reagiert vielleicht auch ein bisschen über.

Gucken sich die Leute an und sagen, die hat wahrscheinlich wieder ihre Tage.

Auch ein echter Klassiker.

Und man sagt so, wie kommt ihr eigentlich auf diese Idee, dass eine Eigenschaft, die bei einem Mann als zielstrebig empfunden wird, die einer Frau als negativ angelastet wird.

Und da ist wieder dieser Punkt, was hat das mit Logik zu tun?

Sorry, ich wollte nicht unterbrechen.

Da muss ich allerdings sagen, ich habe diesen Spruch schon erschreckend oft von Frauen gehört.

Ich habe auch schon mit Frauen diese Diskussion geführt, dass ich das nicht akzeptabel finde, solche Sprüche.

Und dann kam halt so ein Bullshit wie, ja, aber ich bin auch schlecht drauf, wenn ich meine Tage habe.

Und ich denke mir so, ja, aber du kannst nicht einfach jedem unterstellen.

Ich habe dann einfach mal konkret zurückgefragt, okay, würdest du denn auch dann sagen, du machst deine Arbeit schlechter, wenn du deine Tage hast?

Nee, natürlich nicht.

Und ich so, okay, dann sag es doch einfach nicht mehr so.

Also das finde ich eigentlich das Schlimmste auch noch daran, dass dann das halt auch nicht irgendwie, man nennt das ja dann auch Sisterhood, dass dann auch nicht Frauen wenigstens zusammenhalten, sondern dass man dann auch noch aufeinander losgeht.

So, dann brauchen wir jetzt Patriarchat gar nicht mehr.

Also leider tatsächlich auch, finde ich, viel zu viel, dass Frauen sexistisch gegen Frauen schießen und letztendlich damit auch noch die Männer oder diese Aussagen von Männern unterstützen.

Also wenn ich sage, die Männer meine ich bitte nicht alle, sondern die, die sich so entsprechend verhalten.

Ich liebe gemischte Teams und ich möchte nicht anders arbeiten.

Ich bin selber irgendwann mal in einer Firma ausgestiegen und habe gesagt, was ich nie wieder will, ist in einem Team nur mit Frauen arbeiten.

Weil das eine Katastrophe war, ja.

Weil tatsächlich da dieses Untereinander schießen und wirklich auch untereinander sexistisch sich verhalten.

Eine Kollegin hat mit mir kommuniziert in einer Freundlichkeit, die war abhängig davon, wie lang oder kurz mein Rock war.

Sie war am freundlichsten zu mir, wenn ich eine Hose an hatte.

Wenn ich einen Rock über dem Knie an hatte, dann war keine vernünftige Kommunikation möglich.

Das kam erst später.

Das hat eine andere beobachtet.

Wo ich dann auch so denke, wie bescheuert sind wir eigentlich, dass wir uns untereinander so behandeln.

Auch dafür gibt es ja Ideen, warum das so ist.

Nämlich, weil ich damit sozusagen dieses männliche Verhalten übernehme, mich gleichsetze und darauf hoffe, dass ich deshalb bessere Chancen habe.

Weil ich dann eben nicht als Frau gesehen werde.

Lisa schreibt dazu noch, zu der Diskussion jetzt, da kann ich Liam zustimmen.

Es ist erschreckend, dass dieses Tragehaben irgendwie gesellschaftlich so akzeptiert ist, dass das Frauen noch gegen Frauen feuern.

Ich will mal sehen, dass ich noch mal was anderes zeige.

Eine kurze Geschichte ist hier.

Damals, als ich Informatikwerkstudent und als Data Scientist bei den Stadtwerken tätig war, wurden sogenannte Entwickler-Laptops, da steht noch ein SCC, also das ist dieses Zeichen dafür, dass man einen Rechtschreibfehler gefunden hat.

Das soll wahrscheinlich Entwickler-In-Laptops heißen.

Die gab es da.

Sie schreibt weiter, also welche mit ein bisschen mehr Rechenleistung als normale Office-Worker.

Ich bin dann ganz normal meines abholen gegangen und bin auf das große Unverständnis, was ich denn mit so einem Laptop anfangen können sollte, gestoßen.

Da finde ich halt, und das war das unangenehmste Teil dieser Erfahrung, das, was ich eigentlich so ein bisschen, oder was ich halt insbesondere problematisch fand, sie schreibt nicht so sehr die Situation für sich, sondern die Ansammlung an ähnlichen Erlebnissen.

Und dann steht halt als mehr zu deiner Person, ich bin eine nicht-deutsche Frau, was halt zu dem Thema führt, dass wir eben auch Diversitätsthemen in anderen Dimensionen haben.

Also eben mit nicht-deutschen Personen oder Menschen, die halt nicht einfach aus anderen Gründen einfach anders aussehen.

Hier ist zum Beispiel auch eine längere Geschichte von einer Person, die halt offensichtlich Kopftuchträgerin ist und dann auch entsprechende Schwierigkeiten, sexistische und eben dann auch andere Vorteile hat, mit denen sie halt irgendwie kämpft.

Und das ist, glaube ich, irgendwie auch so eine Dimension.

Also es wird häufig dieses Thema reduziert auf nur Geschlechtsidentität.

Es gibt halt auch andere Dimensionen, wo wir halt auch einen schlechten Job machen in Bezug auf Diversity und wo wir halt ähnliche Themen haben.

Naja, es ist immer diese Frage der Aberkennung der Qualifikation.

Nur weil du irgendwie anders bist als die Mainstream-Vorstellung.

Und das kann alles sein.

Das kann Geschlecht sein.

Das kann grundsätzlich das Äußere sein oder ich trage Kopftuch oder was auch immer.

Und dass wir sehr stark immer noch scheinbar in unseren Gedanken eine Qualifikation vom äußeren Erscheinungsbild her abhängig machen.

Und da ja eigentlich überhaupt gar keine Relation besteht.

Genau.

Wollte ich halt auch so sehen.

Und vielleicht sozusagen aus meinem Erleben, also nachdem wir ja nun diese etwas, nein, nicht etwas, sondern diese unglückliche Diskussion darüber haben, wie nun das Stadtbild auszusehen hat, ist es halt so, dass ich mir selber halt auch die Frage gestellt, also weiß ich nicht, ich hab das sozusagen für mich mal, mir die Frage gestellt, okay, wo fühle ich mich denn jetzt unwohl?

Und da ist halt diese überfüllte S-Bahn.

Und die ist halt voll mit eben den Menschen, die wir so in Deutschland haben.

Und da gibt es ja irgendwie Frauen mit Kopftuch und Leute, die halt eben tatsächlich anders aussehen.

Und ich muss gestehen, vielleicht wenig überraschend, die Einzigen, bei denen ich das Gefühl hatte, ich fühle mich unwohl, war halt diese Ansammlung von betrunkenen Männern.

Wobei ich halt noch hinzufügen möchte, ich bin mir noch nicht mal sicher, ob das tatsächlich eine Gefahr ist.

Weil es kann halt einfach sein, dass die halt betrunken sind und halt eine gute Zeit haben.

Aber subjektiv ist es zumindest so, dass diese Gruppe halt die Gruppe ist, bei der ich mich halt unwohl fühle.

Und im Übrigen ist es halt irgendwie auch so, dass man sich die Statistiken angucken kann.

Und der stärkste Faktor für Gewaltverbrechen ist nun mal männliches Geschlecht.

Und da können wir jetzt darüber diskutieren.

Ich glaube, es sind deutlich über 90 Prozent.

Ich habe es jetzt nicht nachrecherchiert, weil es auch offensichtlich sein sollte.

Wie soll ich sagen?

Also das ist halt eben so.

Und also die Wahrscheinlichkeit, dass mich eine Frau mit Kopftuch zusammenschlägt, halte ich für extrem gering.

Wenn ich zusammengeschlagen werde, dann wahrscheinlich von irgendeiner Ansammlung von besoffenen Männern oder Rechtsradikalen.

Genau, sorry.

Dayala schrieb noch, laute Fußball- oder sonstige Sportfans in überführten Zügen.

Mein absoluter Horror.

Genau, darauf läuft es halt letztendlich hinaus.

Und Kusima hat geschrieben, Kusima Laube, die hatten wir auch schon mal im Stream.

Ich finde da das Konzept des intersektionalen Feminismus von Kimberley Crenshaw super relevant.

Als Zusatz zu etwa Minute 36 in eurem Klassegespräch.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich weiß, was das ist, um ehrlich zu sein.

Ich kann es tatsächlich im Detail auch nicht erklären.

Ich habe davon gehört, aber nein, Details nicht.

Gut.

Ich bin leider auch ein bisschen überfragt.

Also ich habe eine Vermutung, was das sein könnte, würde ich sagen, und meine Unwissenheit kundtun.

Genau, wir haben jemanden, die es erklären kann.

Ich versuche mal, das Mikrofon loszuwerden.

Hallo, ich bin Nadine.

Kimberley Crenshaw hat den Term intersektional feminism gecoined, weil sie eine Recherchearbeit darüber geschrieben hat, weil schwarze Frauen davon betroffen waren, dass sie ihren Job verloren haben oder diskriminiert worden sind.

In der einen Firma haben die gesagt, wir haben ja einen schwarzen Mann hier, also kann es ja nicht an Rassismus liegen.

In der anderen Firma haben die gesagt, wir haben doch Frauen hier, also kann es ja nicht an Sexismus liegen.

Damit hat sie quasi diese Metapher gecoined von Intersektionen, wo man quasi nicht nur von einer Seite und nicht nur von der anderen Seite getroffen wird, sondern von beiden Seiten.

Und dass Diskriminierungen nicht nebeneinander sind, sondern die miteinander spielen und sich damit verstärken.

Super, danke für die Erläuterung.

Irgendwas dazu, was wir dazu noch sagen wollen würden?

Was ihr dazu sagen möchtet?

Mir ist da jetzt nur durch den Kopf gegangen, das hatte mal ein Bekannter, der selber auch Feminist ist, zu mir gesagt.

Das fand ich einen sehr guten Ansatz, dass er meinte, es ist in solchen Diskussionen seiner Meinung nach immer sehr wertvoll, auf die Leute zu hören, die halt, so blöd das jetzt klingt, aber die am meisten diskriminiert sind beziehungsweise zu den meisten Minderheiten gehören.

Also vielleicht lesbische Frauen, die dann auch noch person of color sind.

Da ist dann eben auch diese Intersektion.

Ich fand das einen sehr interessanten Ansatz, eben zu sagen, die haben vielleicht noch viel mehr Aspekte.

Denen sollte man am besten zuhören, weil die sich am besten mit dem Thema auskennen.

Das fand ich einen sehr guten Ansatz.

Wobei, also finde ich genau richtig, zuhören, aber sie müssen nicht die Lösung liefern.

Weil die Lösung müssen wir gemeinschaftlich liefern.

Und das ist ja häufig so dieser Punkt, dass dann kommt, ja, aber dann sag du mir doch, wie wir das dann machen sollen.

Und ich finde, darum geht es ja letztendlich nicht.

Wir brauchen eine Lösung, die für alle funktioniert.

Aber wie halt bei einer guten Software müssen wir auch ein gutes Anforderungsmanagement machen.

Das heißt, wir müssen mit den Leuten sprechen, die es betrifft, die davon betroffen sind.

Und diese Anforderungen irgendwie auch verstehen und dann versuchen, das entsprechend umzusetzen.

Was häufig kommt, ist, wenn du dann irgendwas sagst, das dann heißt, ja, dann sag mir, wie ich das besser machen soll.

Aber darum geht es nicht.

Letztendlich geht es um Verstehen, um Mindset und um Verhaltensänderung.

Und nur etwas anders zu machen, weil irgendjemand das sagt, heißt nicht, dass wir Verantwortung dafür übernehmen.

Genau, Cosima hat noch ergänzt, da geht es unter anderem um verschiedene Diversitätsdimensionen, zum Beispiel Rassismus, Ableismus.

Also das ist Diskriminierung gegenüber Menschen, die halt eben Einschränkungen haben in einer Form.

Sexismus und wie sie zusammenwirken.

Also im Prinzip das, was du erläutert hast.

Vielen Dank.

Fiat noch geschrieben.

Wenn man jetzt überlegt, dass wir in der IT schon more open-minded sind beziehungsweise sein sollten, will ich nicht wissen, wie es in anderen Berufssparten ist.

Ich würde dazu gerne zwei Sachen sagen.

Die eine Sache ist halt, und das ist halt auch der Grund, warum ich diese Diskussion wichtig finde, eine Gesellschaft ist halt so, dass sie sich halt auszeichnet dadurch, wie sie mit Gruppen umgeht, die halt unterrepräsentiert sind, die halt schwach sind und so weiter.

Und das ist halt der Grund, weswegen dieses Thema ein Thema ist aus meiner Sicht.

Und ich behalte das halt auch für ein politisches Thema und finde es halt im Moment gerade befremdlich, warum man halt gerade ausgerechnet tatsächlich bei den schwächsten Leuten der Gesellschaft, Bürgergeldeinsparungen sind, ich weiß nicht, 80 Millionen, 350 Millionen kostet halt die Reduktion der Flugticketpreise.

Das ist absurd.

Und ich glaube, dass es halt deswegen gerade wichtig ist, eben unterrepräsentierte Gruppen, sich um die zu kümmern, weil die sind die, auf die es eben tatsächlich ankommt.

Und der andere Punkt, also da kann man jetzt natürlich sagen, na ja, das ist halt eine gesellschaftliche Geschichte.

Die Aussage, dass wir in der IT open-minded sind, ich hoffe ja auch, dass das tatsächlich so ist.

Ich glaube, wir sehen gerade in den Vereinigten Staaten das Gegenteil.

Und wir sehen dort Leute, die halt irgendwie insbesondere aus der IT halt klar rassistisch bis faschistische Meinungen von sich geben.

Und das ist unsere Branche.

Und das können wir halt nicht in Abrede stellen.

Also nicht, der Herr Maske ist halt derjenige, der halt irgendwie Twitter hat, der ist groß geworden auf Paypal, das sind Neueconomy-Unternehmen, Tesla ist ein Unternehmen, das eben auch technologisch fortschrittlich ist.

Das ist unsere Branche.

Und ich glaube, hoffe, dass wir tatsächlich open-minded sind.

Der Herr Thiel ist halt jemand, der halt sagt, dass die Demokratie mit Freiheit nicht kompatibel ist.

Ich glaube, das war halt seine Aussage.

Er hat halt sein Geld gemacht mit Facebook-Investment und Paypal.

Das ist halt unsere Branche.

Das ist halt unser Problem.

Und Diana ergänzt, IT ist leider nicht gleich IT.

Ich komme eigentlich von der Hardware-Seite, Systemelektronikerin.

Und da geht es manchmal zu, wie man sich das im endlichen Locker-Rooms vorstellt.

Genau, wir sind ein bisschen tatsächlich auch schon über die Zeit.

Ich weiß nicht, ob es noch Sachen gibt, die ihr unbedingt loswerden wollt.

Also, wenn euch das Thema interessiert, morgen 17 Uhr ist mein Vortrag über toxisches Verhalten.

Da ist das auch ein Teil davon, definitiv.

Ja, ich habe eigentlich nichts mehr zu sagen.

Aber vielen Dank, dass ihr dabei wart, möchte ich auf jeden Fall sagen.

Genau, dem würde ich mich gerne anschließen.

Vielen Dank.

Vielen Dank auch an die ZuschauerInnen und die Leute hier vor Ort.

Und ich wünsche noch eine schöne Konferenz hier auf den IT-Tagen.

Und vielen Dank natürlich an die IT-Tage, dass sie das möglich gemacht haben.

Danke.