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Die IT-Branche präsentiert sich gerne als fortschrittlich und offen. Doch die Realität sieht oft anders aus. In einer bemerkenswerten Session auf den IT-Tagen diskutierten Eberhard Wolff, Sabine Wojcieszak und Liam Bergh gemeinsam über konkrete Erfahrungen von unterrepräsentierten Gruppen wie trans, non-binären und weiblichen Fachkräften in der Technologiebranche. Die dabei geteilten Geschichten offenbaren ein System, das Talente aktiv verliert – nicht durch bewusste Ablehnung, sondern durch alltägliche Unbedachtsamkeiten.

Das stille Weggehen von Talenten

Ein zentrales Problem wurde deutlich: Viele qualifizierte Menschen verlassen die IT-Industrie nicht wegen mangelnder Fähigkeiten, sondern weil sie sich nicht willkommen fühlen. Eine Fachfrau beschrieb, wie sie nach 20 Jahren in der IT einen Burnout erlitt und sich völlig aus der Branche zurückzog – nachdem sie wiederholt sexuelle Belästigung und Diskriminierung erlebte. Das ist keine Ausnahmesituation. Die einzige Stelle, an der sie weder Sexismus noch sexuelle Gewalt erlebte, war eine Kindergartenhilfskraft-Position – mit ausschließlich FLINTA*-Team (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre und trans Personen).

Besonders problematisch: Wenn solche Verhaltensweisen nicht sanktioniert werden, wird damit signalisiert, dass sie akzeptabel sind. Eine Führungskraft trägt hier Verantwortung für die Unternehmenskultur.

Von technischen Problemen zur menschlichen Dimension

Liam teilte detailliert, wie eine Namensänderung im IT-System zu Problemen führte – nicht nur technisch, sondern auch emotional. Die HR-Abteilung machte die Namensänderung im System rückgängig, um Liam nicht unbeabsichtigt zu outen, was zwar gut gemeint war, letztlich aber kontraproduktiv wirkte. Das zeigt: Gutes Verhalten einzelner kann durch Unwissenheit anderer aufgehoben werden.

Die Macht der Zuschauer

Ein wesentlicher Einblick: Die Person, die gerade diskriminiert wird, ist nicht die, die am meisten ändern kann. Es sind die Zuschauer – besonders jene in höheren Positionen – die durch Intervention Kultur verändern können. Ein einfaches „Das fand ich nicht passend” kann Machtverhältnisse massiv verschieben. Dies funktioniert jedoch nur, wenn Menschen aktiv hinsehen statt wegzuschauen.

Intersektionale Realität

Diskriminierung wirkt nicht isoliert. Eine schwarze Frau wird nicht nur rassistisch oder sexistisch behandelt – sie erlebt beide Formen gleichzeitig, wodurch sich die Effekte verstärken. Dazu kommen weitere Dimensionen wie Kopftuchträgerin-sein, non-binäre Identität oder Herkunft. Echte Inklusion muss diese Komplexität verstehen.

Mindset statt Regeln

Die Diskussion machte deutlich: Es geht nicht primär um Schulungen oder neue Richtlinien. Es geht um ein grundlegendes Mindset. Wenn ich zu einer Kollegin sage „Du hast eine sexy Stimme, du nimmst bestimmt jemanden mit aufs Zimmer”, ist das objektiv unprofessionell – unabhängig davon, wie ich es gemeint habe. Die Wirkung zählt, nicht die Intention.

Fazit

Diversität ist eine Geschäftsnotwendigkeit. Jedes Mal, wenn die IT eine talentierte Person verliert, weil die Kultur nicht inklusiv ist, ist das ein wirtschaftlicher und menschlicher Verlust. Die gute Nachricht: Veränderung beginnt im Kleinen – mit bewusstem Handeln, aktivem Zuhören und dem Mut, auch unangenehme Gespräche zu führen. Die IT-Branche muss verstehen: Wirkliche Innovation entsteht nur mit diversen Perspektiven. Und diese zu sichern, erfordert mehr als tolerantes Nicken – es braucht aktive Kultur­veränderung.